Das grüne Jagdhaus

Endlich ist es nicht nur schon lange gelebte Realität, sondern nun auch, von einem Sachverständigen, bestätigte Tatsache:

Das „grüne Jagdhaus“.

Nachhaltigkeit und das damit verbundene Umweltmanagement sowie „Green“ Ansätze haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten stetig weiterentwickelt und sind von einer Randerscheinung zum Top-Thema geworden, das nicht nur durch Forschungseinrichtungen, sondern auch von Privatunternehmen aufgegriffen wird. Der Energie- und Ressourcenverbrauch steigt immer weiter. Das war für uns der Moment an dem es so nicht weitergehen konnte und wir anfingen neue Möglichkeiten zu suchen die ökonomischen, ökologischen aber auch die sozialen Belastungen und Auswirkungen der Büro- und Betriebsumgebungen auf Mensch und Umwelt zu reduzieren.

Das Projekt „Grünes Jagdhaus“ hatte sich durch die Entwicklung eines strategisch, methodischen Ansatzes zum Ziel gesetzt den Ausstoß an klimarelevanten CO2 bei der Verarbeitung von Fleisch an Null anzunähern. Dies erfolgte durch Effizienzsteigerung und durch den Einsatz erneuerbarer Energien. Dabei wurden innovative Konzepte erarbeitet und Stück für Stück umgesetzt.

Zu Beginn stand die Analyse: Wir haben unsere Prozesse und Abläufe nach Temperaturniveaus, Energiemenge und deren zeitlichen Bedarf eingeteilt. Der Aufbau eines dauerhaften Messnetzwerks zur kontinuierlichen Benchmark-Erhebung war dabei sehr hilfreich.

Die bei der Analyse gewonnenen Erkenntnisse flossen schon in die Bauplanung des Schlachthauses ein. Unsere Photovoltaik-Anlage versorgt das Haus mit Strom für LED-Licht, Niedrigenergie-Heizung und Kühlung. Die Wände im Hygienebereich sind aus einem besonders einfach zu reinigenden, nahezu nahtlosen, Verbundwerkstoff. Dadurch können wir die Menge der biologisch abbaubaren Reinigungs- und Desinfektionsmittel reduzieren. Das spart auch an der Ressource Wasser, das vom Wasserbeschaffungsverband Elbmarsch kommt. Amtliche Kontrollen bescheinigen uns dabei eine hervorragende Hygiene. Eine zusätzliche Reduktion des Wasserverbrauches erzielen wir in der Lebensmittelverarbeitung durch kontrollierte Anwendung. Im Außenbereich wird Brunnenwasser eingesetzt.

Fleischabschnitte aus der Produktion unserer hochwertigen Produkte können wir jetzt dadurch besser nutzen, dass wir eine Zulassung zur Produktion von Heimtierfutter bekommen haben. Wir versuchen jedes Tier so gut wie möglich zu nutzen. Tiernebenprodukte, die wir nicht verarbeiten können (in erster Linie Häupter, Felle und Läufe) werden zur Energiegewinnung abgegeben.

Im Büro verzichten wir, wo es immer geht, auf Papier und verschicken Dokumente auf elektronischem Weg. Dort, wo der elektronische Versand nicht möglich ist, setzen wir selbstverständlich Umweltpapier ein.

Der Versand unserer Produkte erfolgt ebenfalls in Verpackungen aus nur biologisch abbaubare Materialien. Wir verzichten ganz bewusst auf Styroporverpackungen und entsorgungspflichtige Kühlpacks.

Kurz um: Ressourceneffizienz in der Produktion (Green Production Technologies) und in der Verwaltung (Green Office und Green IT). Damit setzt das Jagdhaus Dellien ein Zeichen.